Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit beschreibt einen von vielen Festigkeitskennwerten eines Werkstoffes, nämlich die maximale mechanische Zugspannung, die dieser erträgt.

Die Zugfestigkeit ist ein Werkstoffkennwert, der nicht nur bei einer Belastung auf Zug von Bedeutung ist. Er sagt aus, wie stark ein Werkstoff maximal belastbar ist. Wird der Wert der Zugfestigkeit überschritten versagt der Werkstoff. Es ist zu beachten, dass sich der Werkstoff bereits vor dem Erreichen der Zugfestigkeit plastisch (also bleibend) verformt.
Für die mechanische Auslegung von Bauteilen und Konstruktionen ist der Mindestwert bzw. der gewährleistete Wert der Zugfestigkeit relevant. Dieser Wert wird für die Festigkeitsberechnung verwendet (neben weiteren relevanten Werten natürlich).

  • Formelzeichen (bei Metallen):  Rm
  • SI-Einheit:  MPa (Megapascal) (= N/mm²)

Die Zugfestigkeit wird in N/mm2 (Kraft pro Fläche) gemessen und ist somit eine Spannung. Das bedeutet, dass man hier eine Kraft betrachtet, die sich gleichmäßig über den Querschnitt eines Körpers (Bauteils) verteilt.
Die Zugfestigkeit sagt damit aus, bei welcher Kraft ein Werkstück mit einem bestimmten Querschnitt und bestehend aus einem bestimmten Werkstoff versagt, wenn es auf Zug belastet wird.

Um die Zugfestigkeit zu ermitteln, wird ein Zugversuch durchgeführt.

Der Zugversuch ist ein genormtes Standardverfahren der Werkstoffprüfung zur Bestimmung der Streckgrenze, der Zugfestigkeit, der Bruchdehnung und weiterer Werkstoffkennwerte.

Dieser gehört zu den Prüfmöglichkeiten bei Verfahren wie MIM, Feinguss, Sintern und Gesenkschmieden.

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