Werkstoff

Ein Werkstoff beschreibt das Rohmaterial, aus dem Gussteile hergestellt werden.

Bevor aus einem Rohstoff ein Werkstoff wird, wird der Rohstoff nach seiner Gewinnung durch unterschiedliche Verfahren aufbereitet.

Werkstoffe werden im Allgemeinen in drei Hauptgruppen unterschieden. Diese sind die:

  • anorganisch metallischen Werkstoffe (Metalle, Legierungen)
  • anorganisch nichtmetallischen Werkstoffe (Keramik, Glas, Hartstoffe)
  • organisch nichtmetallischen Werkstoffe (Holz, Kunststoffe, Beton, Kautschuk)

Hinzu kommen die Verbundwerkstoffe, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen, häufig aus Vertretern der drei genannten Hauptgruppen.

Unterschieden werden die Werkstoffe nach ihrer Verwendung:

  • Strukturwerkstoffe geben den Werkstücken Form, Festigkeit, Steifigkeit und Stabilität.
  • Funktionswerkstoffe werden meist – in begrenztem Umfang und an begrenztem Ort – aufgrund ihrer Eigenschaften für bestimmte Aufgaben verwendet (beispielsweise bei der Oberflächenveredelung).

Der Werkstoff muss entsprechend der beabsichtigten Konstruktion, der Fertigung, seiner Qualität, Recyclingfähigkeit und geplanten Lebensdauer entsprechend ausgewählt werden.

Die wichtigsten Gießwerkstoffe für Formguss sind Gusseisen mit einem Massenanteil an der Gesamtproduktion in Gießereien von etwa 75 % und Aluminiumlegierungen. Die für das Gießen wichtigen Werkstoffeigenschaften werden zur Gießbarkeit zusammengefasst.

Werkstoffe werden je nach Material beim Gießverfahren auf unterschiedlichste Art bearbeitet.

Vorteil des Gießens ist dabei, das nahezu alle bedeutenden Werkstoffe gießbar sind, wie die Nichteisenmetalle Aluminium und Aluminiumlegierungen, Nickel-Kupfer-Legierungen, Magnesiumlegierungen, Zinn- und Zinklegierungen. Weitere Werkstoffe, welche gegossen werden, sind Stahlguss, Gusseisen mit Lamellen- (Grauguss) oder Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss).

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