Verzinken

In diesem Verfahren wird Stahl mit einer dünnen Schicht Zink überzogen. Das Verzinken dient dem Schutz vor Korrosion. Aus diesem Grund gehört es zu den Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung beim MIM-Verfahren, Sintern, dem Gesenkschmieden und dem Feinguss.

Um ein Bauteil aus Stahl mit einer Zink- oder Zinklegierungsschicht zu überziehen, gibt es eine Reihe von verschiedenen Verfahren:

  • Feuerverzinkung (Schmelztauchverzinkung)
  • galvanische (elektrolytische Verzinkung)
  • mechanische Verzinkung

Feuerverzinkung

Unter Feuerverzinkung versteht man das Überziehen von Stahlteilen mit einem massiven, metallischen Zinküberzug durch Eintauchen der vorbehandelten Stahlteile in eine Schmelze aus flüssigem Zink, dessen Temperatur bei ca. 450 °C liegt.

Spezialfälle des Feuerverzinkens sind Stückverzinken, Kleinteileverzinken, kontinuierliche Bandverzinkung,

Galvanische Verzinkung

Die Werkstücke werden nicht in eine Zinkschmelze, sondern in einen Zinkelektrolyten eingetaucht.

Mechanische Verzinkung

Für gehärtete Teile, die extrem empfindlich gegen Wasserstoffversprödung sind, ist in einigen Spezifikationen die mechanische Beschichtung vorgeschrieben. Hier wird in einem Mischer Zinkstaub mit Glaskugeln unter Wärmeeinwirkung auf die zu beschichtenden Teile quasi aufgehämmert. Da es sich nicht um ein elektrolytisches Verfahren handelt, entsteht kein Wasserstoff, der in das Stahlteil eindringen könnte.

Die Haftfestigkeit und das dekorative Aussehen sind jedoch wesentlich schlechter als bei der galvanischen Verzinkung, weshalb die mechanische Verzinkung sehr selten angewandt wird.

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