Legierung

Eine Legierung beschreibt ein Gemisch verschiedener Metalle. Diese werden durch Zusammenschmelzen verbunden und anschließend meist in einem Gussverfahren zu Formteilen weiterverarbeitet.

In der Metallurgie ist eine Legierung ein Gemenge mit metallischem Charakter aus zwei oder mehr chemischen Elementen, von denen mindestens eines ein Metall ist.

Das Legierungselement kann mit dem Grundelement eine feste Lösung bilden (einphasige Legierung) oder es bilden sich mehrere Phasen. Während bei einphasigen Legierungen die Eigenschaften im Wesentlichen durch die chemische Zusammensetzung bestimmt werden, werden diese bei mehrphasigen Legierungen zusätzlich maßgeblich durch die Verteilung der Phasen (Gefüge) beeinflusst. Basismetall und Legierungselemente werden auch Komponenten einer Legierung genannt. In der Liste der Legierungselemente werden selbige und ihre Wirkungen auf die jeweiligen Basismetalle aufgeführt.

Dem gegenüber stehen die Fremdstoffe, die bereits durch die Herstellung in die Legierung gelangen, an der Legierungsbildung nicht beteiligt sind und überwiegend negative Wirkungen auf die Werkstoffeigenschaften ausüben.

Je nach Anzahl der Komponenten in der Legierung spricht man von einer Zwei-, Drei-, Vier- oder Mehrstofflegierung, wobei nur diejenigen Komponenten gezählt werden, die die charakteristischen Eigenschaften bestimmen. Da Eisen und Stahl in der Technik von besonderer Bedeutung sind, werden Legierungen in Eisen- und Nichteisen-Legierungen unterteilt. Hier unterscheidet man in Knetlegierungen, Gusslegierungen, Aluminiumlegierungen und Magnesiumlegierungen. Weitere Einteilungen ergeben sich durch die Art der Legierungsbildung, da diese nicht nur durch Zusammenschmelzen der Komponenten entstehen oder auch durch besondere Fähigkeiten von Legierungen.

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