KTL-Beschichtung

Bei der kathodischen Tauchlackierung handelt es sich um ein elektrochemisches Verfahren, um eine Beschichtung herzustellen, die vor Korrosion, Säuren, Laugen und Lösemitteln schützt. Dabei wird das Formteil in ein Bad aus wässrigem Tauchlack gelassen. KTL gehört zu den Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung beim Sintern, der MIM-Technik, dem Gesenkschmieden sowie dem Feinguss.

Kathodische Tauchlackierung KTL: Verfahren und Vorteile

Beim KTL-Prozess wird das Bauteil in einen wässrigen, elektrisch leitfähigen Lack (Elektrotauchlack) getaucht. Dann wird ein Spannungsfeld angelegt und der Lack scheidet sich ab. Anschließend wird der aufgebrachte Lack bei ca. 200 °C eingebrannt. Es entstehen sehr gleichmäßige, geschlossene organische Lackschichten mit Schichtdicke zwischen 15-35 µm.

Die KTL-Beschichtung zeichnet sich durch eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit, auch in Hohlräumen und an scharfen Kanten aus. Zudem ist mit KTL eine Verformung nach der Beschichtung darstellbar: Umformungen im beschichteten Zustand sind in Abhängigkeit von der Anpassung der Werkzeuge zum Lacksystem in unterschiedlichen Ausprägungen realisierbar und ermöglichen so nachfolgende Montagearbeiten. KTL wird am Gestell aufgebracht.

Die kathodische Tauchlackierung ist gut zur automatisierten Grundbeschichtung geeignet. Sie ist eine sehr umweltfreundliche Methode, da als Lösemittel heute überwiegend Wasser eingesetzt wird.

Zurück