Kerbschlagzähigkeit

Mithilfe der Kerbschlagzähigkeit wird ermittelt, wie widerstandsfähig ein Werkstoff gegen schlagartige Beanspruchung ist. Bei metallischen Werkstoffen ist die Kerbschlagzähigkeit ein wichtiger Richtwert, weshalb sie oft nach Verfahren wie MIM, Feinguss, Sintern oder Gesenkschmieden geprüft wird.

Die Kerbschlagzähigkeit ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs gegen eine schlagartige Beanspruchung. Die Einheit ist die geleistete Kerbschlagarbeit bezogen auf die Bruchfläche. Die Zähigkeit ist abhängig von der Temperatur und der Probenform. Bei metallischen Werkstoffen ist die Kerbschlagzähigkeit oftmals eine in Regelwerken verankerte wesentliche Eigenschaft des Werkstoffs.

Ein typischer Wert für Baustahl ist eine Kerbschlagarbeit von 27 J bei +20 °C. Die Kerbschlagzähigkeit wird im Kerbschlagbiegeversuch bestimmt. Die dynamische Biegung durch die schlagartige Beanspruchung verursacht einen Bruch, oft ohne dass bei langsamer Beanspruchung beobachtete Fließen des Werkstoffs.

Die Zähigkeit ist abhängig von der Temperatur. Werkstoffe sind generell bei höheren Temperaturen zäher. Bei niedrigen Temperaturen werden sie dagegen generell unelastisch und brechen eher.

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